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Zwei Quartalsberichte vom 24.09., zwei Geschichten:

H&M wird profitabler. Costco zeigt, wie man wächst.

In diesem Beitrag erfahren Sie, warum H&M und Costco trotz guter Quartalszahlen vor ganz unterschiedlichen strategischen Herausforderungen stehen. Beide Retailer sind erfolgreich, reagieren aber unterschiedlich auf Kundenwünsche. Auch der Ansatz zum Thema Sortiment, Effizienz und digitale Kanäle spielt dabei eine Rolle.

In diesem Beitrag erfahren Sie, warum H&M und Costco trotz guter Quartalszahlen vor ganz unterschiedlichen strategischen Herausforderungen stehen. Beide Retailer sind erfolgreich, reagieren aber unterschiedlich auf Kundenwünsche. Auch der Ansatz zum Thema Sortiment, Effizienz und digitale Kanäle spielt dabei eine Rolle.

Am 24. September 2026 haben H&M und Costco ihre Quartalszahlen vorgelegt. Zwei Retail-Unternehmen, zwei Strategien.

H&M steigert sein operatives Ergebnis um 23%. Der Umsatz wächst in Landeswährung jedoch nur um 1%.

Costco dagegen steigert seinen Umsatz im vierten Quartal um 11,2%. Für mich sind das zwei grundverschiedene Erfolgsmeldungen.

Weshalb? Weil mehr Gewinn nicht automatisch mehr Nachfrage bedeutet.

H&M kauft besser ein und kontrolliert die eigenen Kosten. Man arbeitet dort effizienter. So verdient das Unternehmen mehr mit seinem Geschäft, aber der Umsatz wächst kaum. Zudem stammen rund 1,6 Prozentpunkte der Bruttomarge aus Einmaleffekten!

H&M beweist also, dass es profitabler arbeiten kann, aber noch nicht, dass Kunden deutlich mehr kaufen.

Was macht Costco besser?

Costco zeigt Wachstum auch bei bestehenden Standorten und gibt seinen Kunden mehr Gründe, wiederzukommen.

  • Die vergleichbaren Umsätze steigen im 4. Quartal bereinigt um Benzinpreise und Wechselkurse um 6,7%.
  • Auch die Einkaufsfrequenz nimmt zu.
  • Costco gibt Mitgliedern mehrere Gründe, wiederzukommen: Einkauf, Tanken, Apotheke und zunehmend digitale Bestellungen.

Meine Meinung: Kosten im Griff zu haben ist zwar wichtig, aber Wachstum zeigt sich daran, dass Kunden häufiger kommen und mehr kaufen.

Was unterscheidet die Strategien der beiden Retailer?

H&M

Costco

Konzept bei H&M
H&M will Mode zum besten Preis anbieten. Aktuell verbessert das Unternehmen Einkauf, Kostenkontrolle und Abläufe; zugleich investiert es in Kollektionen, Läden und das digitale Erlebnis.

Konzept bei Costco
Costco setzt auf eine Mitgliedschaft, niedrige Preise und ein bewusst begrenztes Sortiment. Hohe Absatzmengen und schneller Warenumschlag sollen niedrige Margen ermöglichen.

Reagieren auf Kundenwünsche (H&M)
H&M erhöht den Anteil der Ware, die es während der laufenden Saison einkauft. Eine vereinfachte Organisation soll Entscheidungen näher an die Kunden bringen.

Reagieren auf Kundenwünsche (Costco)
Costco beschreibt sein Modell als artikelgetrieben: Einkäufer passen das Sortiment schnell an Trends an und suchen Produkte, die Mitglieder als preiswert und relevant wahrnehmen

Digital-Strategie bei H&M
H&M baut seine Infrastruktur aus, um Produktentwicklung, Einkauf, Warenverteilung, Marketing und Verkauf präziser zu steuern – und das Einkaufserlebnis persönlicher zu machen.

Digital-Strategie bei Costco
Costco dagegen erweitert den Zugang zur Mitgliedschaft: über Website und App sowie Lieferplattformen. Das Unternehmen sagt, Verkäufe über diese Plattformen kämen überwiegend zusätzlich zum Lagerhausgeschäft zustande.